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Europatag – Jahrgangsstufe 8 in Westerbork

Im niederländischen Westerbork (Provinz Drenthe) befand sich von 1942 – 1945 das Durchgangslager für jüdische Menschen. Von dort aus wurden sie in Viehwaggons (93 Züge, 107.000 Menschen) in die verschiedenen Vernichtungslager in den Osten deportiert und dort ermordet. Auch Anne Frank landete über dieses Lager in Bergen-Belsen.


Am 9. Mai – Europatag an der AFR – machte sich der 8. Jahrgang unter Begleitung ihrer KlassenlehrerInnen, der Niederländisch-Lehrerinnen und der Praxissemesterstudentin auf, diese Gedenkstätte zu besichtigen. Knapp 150 SchülerInnen durchliefen vor Ort 3 Programmpunkte über das ehemalige KZ.

In einem durch einen jüdischen Insassen gefilmten Propagandabeitrag erfuhren die SchülerInnen von den Bemühungen des Lagerkommandanten Gemmeker „sein“ Lager einerseits den Nazigrößen als kriegsrelevant und effektiv, aber auch den Insassen gegenüber als harmlos und normal darzustellen. Sein Ziel war es seine unverzichtbare Rolle zu betonen, um nicht an die Ostfront versetzt zu werden. Und andererseits den jüdischen Insassen eine Scheinwelt vorzugaukeln, um sie ruhig zu halten und in den Glauben zu lassen, dass sie in den nachfolgenden Lagern auch nur arbeiten müssten.

Ein kleines Museum stellte für die SchülerInnen anschaulich dar, wie das Leben im Lager war. Viele authentische Erinnerungsstücke und Geschichten von Insassen, Filmbilder von 1944, eine teilweise eingerichtete Baracke, ein aus einem Zug geworfener letzter Abschiedsgruß, ein Miniaturnachbau des Lagers, Zeichnungen von spielenden Kindern geben den Besuchern ein Bild und ein Gefühl dieser sprechenden Vergangenheit .

Nach dem Filmbeitrag und der Besichtigung der Ausstellung im Erinnerungszentrum machten sich die SchülerInnen auf den 3 km langen Weg zum ehemaligen KZ-gelände: Da das Lager nach 1945 noch bis 1970 für verschiedene in den Niederlanden ankommende Menschen als Unterkunft genutzt und danach abgebrochen wurde, siedelte sich auf der leeren Fläche eine Sternwarte mit 12 großen Radioteleskopen an. Aufgrund der dafür benötigten störungsfreien Zone wurden zum einen Ruhe und Stille für diesen Gedenkort gewährleistet, aber zum anderen konnte sich das 1983 eröffnete Erinnerungszentrum nur in der Nähe niederlassen.

Nach einer dreiviertelstündigen Wanderung durch ein Waldgelände auf einem informativen Sternwarten-Pfad erreichten die SchülerInnen das Grundstück des ehemaligen „ Polizeilichen Judendurchgangslagers“. Im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte ist es dem Erinnerungszentrum gelungen das Gelände nach dem Abbruch 1971 zurückhaltend  zu rekonstruieren, indem sie symbolische Formen und assoziative Elemente erkennbar und wiedererkennbar platzierten: u.a. symbolisieren niedrige Wälle die Standorte ehemaliger Baracken, verschiedene Schautafeln mit Fotos geben Erklärungen, zwei historische Viehwaggons auf einem verbliebenen Stück Gleis verdeutlichen den Abtransport, Zäune mit Stacheldraht weisen auf den Standort der Strafbaracken hin, in denen auch die Familie Frank interniert war, ehe sie mit dem letzten Zug am 3. September 1944 zu ihrer Ermordung deportiert wurde. Durch die Wiedergabe von Zeitzeugenberichten fesselten die Mitarbeiter des Erinnerungszentrums die SchülerInnen, die auf diese Weise den Erzählungen sehr aufmerksam zu hörten.

Voller Eindrücke und müde verließen die SchülerInnen und ihre BegleiterInnen am Nachmittag diesen Ort des Erinnerns, Gedenkens und der Besinnung.

 

 

Auch einige SchülerInnnen waren so beeindruckt, daß sie kleine Berichte geschrieben haben:

 

Jasmina Hörst:

Ziel des Europatages: Durchgangslager Westerbork

 

Am diesjährigen Europatag der Anne- Frank Realschule besuchte die Jahrgangsstufe acht das Durchgangslager Westerbork. Das hatte einen historischen Hintergrund. Denn Anne Frank kam nach ihrer Entdeckung zunächst in eben dieses Durchgangslager.

Nach circa zweistündiger Busfahrt gen Niederlande begann für die Schüler und Schülerinnen die Besichtigung des Lagers. Zu besichtigen gab es ein Museum und das ehemalige Lager.

Kurz vor dem zweiten Weltkrieg wurde das „ Zentrale Flüchtlingslager Westerbork“ von der niederländischen Verwaltung in der Provinz Drente gegründet. Am 1. Juli 1942 wurde aus dem Flüchtlingslager Westerbork offiziell das „ polizeiliche Jugenddurchgangslager Kamp Westerbork“. Von hier aus wurden von der SS fast alle Transporte zusammen gestellt. Es wurden neben Juden auch Sinti und Roma im Lager Westerbork festgehalten. Von hier aus wurden mehr als 107000 Juden aus Westerbork per Zug deportiert. Nur 5000 überlebten. Anne Frank wurde mit dem letzten von 93 Zügen zunächst nach Ausschitz und danach nach Bergen Belsen gebracht. Da damals das Leben im Lager Westerbork  so normal wie möglich erscheinen sollte gab es hier Schulen und ein Krankenhaus. Gut ausgebildete Arbeiter fanden zunächst Arbeit und wurden vorerst vom Transport zurückgestellt. Auch eine spezielle Strafbaracke gab es auf dem Gelände. Hier hausten Diebe, Menschen die versucht hatten zu fliehen oder untergetaucht waren.

Beim Rundgang durch das Lager stellten die Schüler und Schülerinnen fest, dass nur noch wenige Gebäude von damals erhalten waren. So zum Beispiel eine Baracke, ein Kartoffelbunker und das Haus des Lagerkommandanten. Dessen Name war übrigens Albert Konrad Gemmeker. Von den ehemals sieben Wachttürmen stand nur noch einer. Die Schüler und Schülerinnen der Anne- Frank Realschule registrierten, dass dies kein einfacher Schulausflug war. Nein, ganz und gar nicht. Sie wandelten auf den grausamen Spuren der Anne- Frank. Allgemeine Beklemmung machte sich breit. Keiner lachte, scherzte oder alberte herum. Allen war klar was sie hier besichtigten. Ein Durchgangslager, das den Anfang von einem schrecklichen Ende bedeutete. Anne- Frank war damals ungefähr so alt wie die 8- Klässler heute.

Das Kamp Westerbork  wurde am 12. April 1945 befreit  und wurde  dann als Internierungslager für Niederländer verwendet, die der Kollaboration verdächtigt wurden. Dies dauerte bis zum Oktober 1948. Danach war das Lager eine Bleibe für Angehörige des Militärs. Später verschwand immer mehr vom ehemaligen Durchgangslager. Baracken wurden abgerissen oder verkauft. Die Erinnerung blieb. Eine traurige Erinnerung. Das wurde sicher allen Schülern und Schülerinnen an diesem Europatag bewusst.

 

Mia Sommer, Tabea Wiggers, Marie Wissing

 

Ausflug ins Kamp Westerbork

 

Am 9. Mai 2018 begab sich die gesamte Stufe 8 ins ehemalige Zwischenlager Kamp Westerbork und tauchte so in die NS Zeit ein. Im Museum des Kamps wurde uns durch Koffer und Briefe der ,,Bewohner“ des Zwischenlagers uns deren Geschichte nahgebracht und das Kamp ging auch sehr auf die Geschichte anderer Juden ein. In dem Film, der 1944 gedreht wurde, hat man uns gezeigt wie die Scheinwelt aufgebaut war um einen Aufstand der Juden zu verhindern. Nach einem ca. 3km langen Fußweg kamen wir auf das ehemalige Lagergelände wo durch Restbestände uns die Geschichte verschiedener Bewohner erzählt und durch Kunstwerke deutlich gemacht wurde, dass so etwas nie wieder geschehen darf und wie weit Hitlers Hass ging.

 

Durchgangslager Westerbork

 

Die Geschichte des Lagers ist alt, dies sah man auch, als wir dort ankamen. Die Baracken die noch standen waren zwar renoviert aber man sah ihnen an, dass sie alt sind.

Wir erhielten viele Informationen über das Lager. Das Lager wurde erstmals am 9. Oktober 1939 in Betrieb genommen, da 900 Juden versuchten zu fliehen - doch der Versuch blieb vergeblich.

Nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht am 10. Mai 1940 wurde das Lager weiter genutzt. Alle jüdischen Bürger der NL wurden dort interniert. Allerdings hieß das Lager erst ab dem 1. Juli 1942 polizeiliches Judendurchgangslager Westerbork. Dies stand auch mit ersten Deportationen im Zusammenhang. Jeden Dienstag fuhr ein Zug (Bahnspuren konnte man noch sehen) mit Insassen in die KZ’s Ausschwitz und Sobibor.

Insgesamt wurden von 1942 bis 1944 mehr als 107000 Juden aus Westerbork deportiert. Nur 5000 konnten aber zurückkehren.

Am 12. April 1942 wurde das Lager von kanadischen Soldaten befreit.

 

Tom Take

 

Durchgangslager Westerbork

 

Am 09.05.2018 ist die 8. Stufe in das Durchgangslager Westerbork gefahren. Vorort kam man zuerst in ein Museum, in dem ein Film von damals gezeigt wurde. Dieser Film wurde den Leuten früher vorgeführt um zu zeigen wie „harmlos“ alles im Lager sei.

Um zum Lager zu gelangen musste man erstmal etwas laufen oder mit dem Bus fahren. Im Lager selbst ist nicht mehr viel vorhanden. Das einzige, was noch zu sehen  ist, sind ein Rest der Baracken, einer der Wachtürme sowie ein Stück der alten Gleise mit einem Teil vom Zug in welchem die Juden deportiert wurden.

Die Gruppe wurde von einem Mann geführt, welcher viele Geschichten vom Lager erzählen konnte. Er hat z. B. von Geschichten erzählt, die den Leuten damals vermittelt wurden, damit diese keine Angst mehr vor dem KZ hatten.

Am Ende der Führung kommt man zu einer Gedenkstätte, in der für jeden Juden, der im Lager war, ein kleiner Stein gesetzt wurde,

 

Lara Türk



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