Im Rahmen der Vorbereitung auf den niederländischen Gedenktag am 4. Mai unternahmen der WP-Niederländischkurs der Anne-Frank-Realschule sowie ein Partnerkurs des Assink Lyceums Haaksbergen eine gemeinsame Exkursion nach Aalten. Ziel war das Onderduikmuseum Markt 12, das eindrucksvoll die Geschichte des Untertauchens Verfolgter während der Zeit des Nationalsozialismus dokumentiert.
Ein besonderer Gast begleitete die Gruppe an diesem Tag: Regierungspräsident Andreas Bothe von der Bezirksregierung Münster zeigte sich tief beeindruckt, sowohl von der bewegenden Ausstellung des Museums als auch von der großen Neugier, dem respektvollen Umgang und dem außergewöhnlichen Engagement der Schülerinnen und Schüler.
Vor Ort begaben sich die Schülerinnen und Schüler auf eine intensive Spurensuche und setzten sich mit persönlichen Schicksalen auseinander. Besonders bewegend war die Geschichte des kleinen Sallo, die exemplarisch für das Leid und die Verfolgung jüdischer Kinder während dieser Zeit steht. Die authentischen Exponate und Erzählungen im Museum ermöglichten den Jugendlichen einen persönlichen Zugang zur Geschichte.
Im Anschluss führte ein gemeinsamer Spaziergang zur Synagoge sowie zum Anne-Frank-Baum. Dort legten die Teilnehmenden einen Gedenkstein nieder, um an Anne Frank und alle Opfer der Verfolgung zu erinnern. Diese symbolische Handlung soll das aktive Gedenken und die Verantwortung der jungen Generation ausdrücken.
Die gemeinsame Begegnung und das grenzübergreifende Erinnern leisten einen wichtigen Beitrag zur historischen Bildung und zur Stärkung der deutsch-niederländischen Partnerschaft.
Für die Anne-Frank-Realschule ist diese Exkursion ein weiterer bedeutsamer Schritt in der aktiven Erinnerungsarbeit und zeigt, wie wertvoll persönliche Auseinandersetzung mit der Geschichte für ein respektvolles Miteinander ist.