Pogromgedenken

6 Schülerinnen und Schüler der Klasse 9e planten mit Unterstützung von Pastoralreferentin Vera Naber eine besondere Gedenkfeier der Stille. Anlässlich der Reichspogromnacht am 9. November 1938, in der die Nationalsozialisten jüdische Einrichtungen verwüsteten und zerstörten, wurde auch in diesem Jahr die Geschichte in einer Gedenkfeier in der St. Josefskirche wachgehalten.

Für die Anne-Frank-Realschule stellt der 9. November immer eine besondere Verpflichtung dar, denn erinnern kann auch darin bestehen, die Namen der Opfer nicht zu vergessen. Seit dem 9. November leuchten im ersten Obergeschoss, dem Schultrakt gegenüber der Josefskirche, Lichter, hinterlegt von authentische Fotos und Namensschilder für alle aus Ahaus deportierten jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger. An die 57 ermordeten, jüdischen Ahauserinnen und Ahauser und die vielen weiteren Opfer des Nationalsozialismus wurde in der Gedenkfeier durch das Verlesen der Namen und Entzünden von Kerzen erinnert.

Die Musiklehrerinnen Birgit Woltering und Dr. Annegret Heemann untermalten gemeinsam mit Jana Nienhaus und Nikola Bogenstahl die Veranstaltung instrumental. Zwei jüdische Friedenslieder, gesungen von Simone Erdweg und Susanne Zukunft, trugen zu einer ehrwürdigen Stimmung bei.

Bürgermeisterin Carola Voß machte darauf aufmerksam, dass auch auf die Ahauser Synagoge in der Nacht vom 9. auf den 10. November ein Brandanschlag verübt wurde. Sie appellierte an die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufe 9 und die Lehrkräfte, dass egal welcher Konfession oder Religion wir angehören, das Erinnern an die Schrecken auch nach so vielen Jahren noch so wichtig ist, damit so etwas nie wieder passiert.