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Stolpersteine erinnern an die ermordeten Mitglieder der jüdischen Familien Schlösser

Wieder einmal hat der Kölner Künstler Gunter Demnig vor ehemaligen Wohnhäusern von Juden in Ahaus Stolpersteine verlegt – diesmal in Erinnerung an 14 Mitglieder der Familien Rudolf und Felix Schlösser.

Mitten im Alltag bleiben Blicke an den Messingplatten mit den Namen der  Holocaust-Opfer hängen, mahnen die eingravierten Inschriften zur Erinnerung: Gerade einmal sechs Jahre alt war der Junge Bernhard Josef  Schlösser, als er 1941 deportiert wurde. Zwei Jahre später wurde er in Auschwitz ermordet. Riga, Auschwitz, Sobibor, Theresienstadt und  Stutthof waren für seine Verwandten weitere grauenhafte Endstationen.

 

Inzwischen halten 30 Gedenksteine an insgesamt sieben Stellen in Ahaus die Erinnerung an die Holocaust-Opfer wach.

Bürgermeister Enning-Harmann sprach dem VHS-Arbeitskreis „Ahauser Geschichte von 1933 bis 1945“ und der Anne-Frank-Realschule

Anerkennung dafür aus, dass sie mit ihrer Arbeit dieses Projekt ermöglichten.

 

Acht Schülerinnen der Klassen 9e und 10d der Anne-Frank-Realschule hatten gemeinsam mit ihrem Geschichtslehrer Herrn Löhring intensiv recherchiert, Zeitzeugen befragt und eine umfangreiche Dokumentation zum Schicksal der beiden jüdischen Familien erstellt. Während der Verlegung durch Gunter Demnig am 21. März 2007 lasen Nicole Büscherfeld, Alisa Früchting, Sarah Kerkering, Lea Münstermann und Eva Schaten aus ihren „Briefen an Thea“ vor.  Im Anschluss an die Stolperstein-Verlegung stellten die Anne-Frank-Schülerinnen zahlreichen interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern im evangelischen Gemeindehaus ihre Arbeit vor.

 

Patenschaften für Stolpersteine der Familien Schlösser hatten diesmal der Ahauser Ärzteverein und der Heimatverein, die SPD und UWG Ahaus (alle je zwei Steine), die BI Ahaus, die Familien Held und Rawers, Walter Wittek und  Timothy Sodmann übernommen (je einen Stein). Auch die beiden Abschlussklassen des Entlassjahrgangs 2006 (von Herrn Jeschar und Herrn Markötter) spendeten zusammen einen Stolperstein.

 

Die „Briefe an Thea“ sind gegen 5 Euro Stolperstein-Spende erhältlich bei Hermann Löhring, Vor Pastors Busch 15, 48683 Ahaus-Wüllen.

 



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