
Nach Sicherheitscheck und kurzer Führung durch das Landtagsgebäude konnten die Schüler von der Besuchertribüne aus eine Plenarsitzung verfolgen und Landespolitik aus einer anderen Perspektive erleben.
Anschließend stellte sich die Ministerin eine Stunde lang in lockerer Atmosphäre den Fragen der jungen Besucher. Jens Gnisa, Vorsitzender des Deutschen Richterbundes, Landesverband NRW und Ausrichter des Schülerwettbewerbs Menschenrechte moderierte das Gespräch sehr engagiert und schülerorientiert. Er brachte immer wieder aktuelle Schnittstellen aus dem Leben der Jugendlichen und der Justiz in die Diskussion ein: wachsende Jugendkriminalität, die Frage nach Menschenrechtsverletzungen in Deutschland und im Umfeld der Schüler, z.B. Mobbing, die Auseinandersetzung um ein Verbot Gewalt verherrlichender und die Menschenwürde verletzender PC-Spiele waren einige Themen der interessanten Gesprächsrunde. Eine fiktive „Fraktionsabstimmung“ über das Thema „Verbot von brutalen Killerspielen“ ergab ein eindeutiges Votum: 32 stimmten für ein Verbot, 4 dagegen, für die Ministerin ein wichtiger Hinweis für ihre Arbeit.
Ministerin Müller-Piepenkötter zeigte sich dabei als eine Politikerin und Gesprächspartnerin, die für die Fragen der Schülerinnen und Schüler ein offenes Ohr hatte und ihre Probleme und Sorgen sehr ernst nahm. Langer Applaus und „Tischeklopfen“ nach Abgeordnetenmanier bei der Verabschiedung machten das deutlich.
Nach der anstrengenden „Fraktionssitzung“ gab es für alle eine Erfrischung in der Kantine des Landtages, bevor der Besuch der Landeshauptstadt nach einem Spaziergang entlang des Rheinufers zur Altstadt mit einem gemeinsamen Pizza-Essen (leider ohne Ministerin aber: „RESERVIERT FÜR DAS JUSTIZMINISTERIUM“) abgeschlossen wurde. Als kleines Highlight am Ende stellte sich Landesvater und Ministerpräsident Jürgen Rüttgers beim Verlassen des Landtages zum Gruppenfoto. Fazit des Tages: Politik(er) hautnah zu erleben ist schon ein herausragender Event!
