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10.02.2012
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10.02.2012
Martin-Gauger-Preis für Anne-Frank-Realschule
Justizministerin Müller-Piepenkötter verleiht Anne-Frank-Schülern in Wuppertal Preis zum Schülerwettbewerb „Menschenrechte“
„Wenn einmal der Nebel sich zerteilt hat, in dem wir leben, dann wird man sich fragen, warum nur einige, warum nicht alle sich so verhalten haben.“
Dieses Zitat Martin Gaugers veranlasste die Klasse 9c und den evangelischen Religionskurs der Jgst. 9 der Anne-Frank Realschule Ahaus mit ihren Religionslehrern Anne Schwanekamp und Karl-Heinz Garthaus am Schülerwettbewerb „Menschenrechte“ teilzunehmen. In einer Unterrichtsreihe zum Thema „Wahrheit- Wahrhaftigkeit –Gewissen waren sie über dieses Zitat „gestolpert“.
Der Deutsche Richterbund, Landesverband Nordrhein Westfalen, hatte in diesem Jahr zum internationalen Tag der Menschenrechte erstmals den Martin-Gauger-Preis im Rahmen eines Schülerwettbewerbs ausgeschrieben. Alle Schüler im Land Nordrhein-Westfalen ab Klasse 9 waren aufgerufen, sich mit dem Thema Menschenrechte zu beschäftigen. Themenwahl und Darstellungsart waren weitgehend freigestellt. Dementsprechend waren die Wettbewerbsbeiträge nach Inhalt und Form äußerst vielfältig. Aus den unterschiedlichen Einsendungen wählte die Jury die fünf Preisträger aus.
Zu gewinnen gab es Geldpreise, sowie Reisen zum Landtag. Die Preise wurden von der Justizministerin des Landes Nordrhein-Westfalen Roswitha Müller-Piepenkötter verliehen.
Die Realschüler beeindruckten die Jury mit einem eher ungewöhnlichen Beitrag für einen Wettbewerb dieser Art. In einem ökumenischen Projekt erarbeiteten und gestalteten sie einen Wortgottesdienst, der inhaltlich den Tag der Menschenrechte und den 2. Advent – beide „Feiertage“ fallen in diesem Jahr auf den 10. Dezember – verbinden sollte:
„Und sie fanden keine Herberge – Was geht mich das an?“, so lautete das Thema des Gottesdienstes, der am 12.12.06 um 7.45 Uhr als Schulgottesdienst für die Jahrgangsstufe 9/10 in der Josefkirche gefeiert wird.
Vorausgegangen war eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema des Wettbewerbs. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiteten die Gründe für die Erklärung der Menschenrechte, fertigten aktuelle Powerpoint-Präsentationen zu den einzelnen Rechten (und deren Verletzungen) an und beschäftigten sich mit dem Leben des ihnen bis dahin unbekannten Martin Gauger.
Martin Gauger
Martin Gauger ist der einzige namentlich bekannte Jurist, der es 1934 ablehnte, den Eid auf Adolf Hitler zu leisten. Er schied daraufhin aus dem Dienst bei der Staatsanwaltschaft aus. Als er aus Gewissensgründen auch den Kriegsdienst verweigerte und versuchte, Deutschland zu verlassen, wurde er gefangen genommen, in das Konzentrationslager Buchenwald überstellt und schließlich 1941 von den Nationalsozialisten ermordet.
www.wettbewerb-menschenrechte.de
www.wettbewerb-menschenrechte.de/Preistraeger.htm
