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Und dann hieß es: Schiff ahoi!

Vom 18. bis 22. September 2006 bewährten sich Schülerinnen und Schüler des Niederländisch-Kurses der Jahrgangsstufe 9 auf zwei Segelschiffen in stürmischen Gewässern.

Am ersten Tag fuhren wir um 8 Uhr los in Richtung Stavoren. Als wir um etwa halb 12 dort ankamen, wurden wir sofort auf die beiden Schiffe "Antonia-Maria" und "Vrouwezand" verteilt. Nach einer Zimmerbesichtigung schleppten wir unsere sperrigen Koffer und Reisetaschen über mehrere Schiffe hinweg auf unseres. Schon bei unserer Zimmerbesichtigung bemerkten wir, wie eng es werden würde. Mit zwei Mädchen und Gepäck im Inneren ließ sich die Tür der Kajüten nicht mehr schließen. Nach gründlicher Einweisung durch die beiden Skipper segelten wir um 13 Uhr los. Unser erstes Ziel war Makkum. Unterwegs hielten wir an, um im Ijsselmeer zu schwimmen.

Da an dem Tag nur Windstärke 1 herrschte, kamen wir mit den Schiffen nur langsam voran. Auf der Fahrt hatten wir Zeit um uns auf Deck zu sonnen, zu entspannen und eine Flaschenpost zu schreiben.

Nach 6 Stunden auf dem Schiff freuten wir uns alle auf festen Boden unter den Füßen, auf eine erfrischende Dusche und ein leckeres Abendessen. Doch unsere Freude war nicht von langer Dauer. Die Duschen und Toiletten waren leider nicht die saubersten. Nachdem wir den Schreck und unsere leckeren Hamburger verdaut hatten, hatten wir noch bis 22 Uhr Zeit Makkum auf eigene Faust zu erforschen. Abends fielen alle todmüde ins Bett. Doch mitten in der Nacht wurden wir durch laute Hilfeschreie geweckt. Ein Mann, dessen Schiff neben uns angelegt hatte, war zwischen unsere beiden Schiffe gefallen und kam ohne Hilfe nicht mehr heraus.

Am Morgen des zweiten Tages wurden wir um 6 Uhr von den Skippern geweckt, da wir die Schleuse passieren wollten und dies zu einer späteren Uhrzeit nicht mit den Gezeiten gepasst hätte. In der Schleuse aßen wir hastig unser Frühstück. Danach hieß es: " Alle Frauen an Deck und mithelfen!" Nachdem wir die Schleuse hinter uns gebracht hatten, segelten wir über die Nordsee zur Insel Terschelling. Auf dem Weg dorthin gerieten wir in einen heftigen Sturm. Starker Regen und hoher Wellengang erschwerten unsere Fahrt.

Nach 8 Stunden kamen wir um 14 Uhr auf der Insel an. Nach einem ruhigen Mittagessen gingen wir alle duschen. Anschließend kauften wir uns in der Stadt Proviant, Postkarten und Briefmarken. Am Abend bekam jeder 5 €, um sich selbstständig ein Abendessen zu kaufen. Abends hatten wir wieder bis 22 Uhr Zeit um uns die Insel, Bewohner und Strand anzuschauen. Am Morgen des dritten Tages konnten wir zum ersten Mal länger schlafen, da die Windstärke zu hoch war und die Skipper es nicht verantworten konnten, weiterzusegeln. Deshalb blieben wir noch einen weiteren Tag auf Terschelling und unternahmen eine Fahrradtour durch die Dünen. Wir liehen uns an einem Stand Fahrräder und fuhren los. Glücklich, aber außer Atem kamen wir am Strand an. Dort konnten wir uns dann zwei Stunden selbst beschäftigen und essen. Danach ging es weiter zu einem kleinen Dorf in der Nähe. Dort kauften wir Lebensmittel ein und hatten Zeit zu shoppen. Nach einer Stunde konnten wir selbst entscheiden, ob wir wieder zum Schiff fahren oder uns weiter in der Stadt aufhalten wollten. Wir entschieden uns, noch ein wenig in der Stadt zu bleiben. Nach einer halben Stunde fuhren wir alleine den Weg zurück zum Schiff. Zwischendurch machten wir eine Pause auf dem Deich. Da wir starken Gegenwind hatten, kamen wir sehr erschöpft am Fahrradverleih an.

Wir hatten zuvor abgemacht, dass alle Fahrräder spätestens um 17 Uhr wieder abzugeben waren. Wie jeden Abend hatten wir Zeit die Stadt kennen zu lernen. Später saßen wir noch lange an Deck. Nach der langen Mitternachtsparty fielen wir erschöpft ins Bett.

Am vorletzten Tag segelten wir bei hoher Windstärke nach Medemblik. Durch den hohen Wellengang und die unzähligen Wendemanöver, bei denen wir mithalfen, mussten wir sogar unsere Schwimmwesten anziehen, weil die Gefahr zu groß war, ins Wasser zu fallen. Wir jedoch fanden es lustig auf dem Deck zu stehen und von einer Seite auf die andere zu klettern. Viele von uns hatten schon Blasen und Schwielen in den Händen, da wir besonders oft an den Tauen ziehen mussten. Durch die Schleuse ging es zurück auf das ljsselmeer. Dort wurde die See zum Glück etwas ruhiger. Nach weiteren zwei Stunden kamen wir dann in Medemblik an. Als wir unter Deck gingen, bekamen wir jedoch einen großen Schreck. Alle Türen der Zimmer standen weit offen und alles, was nicht niet- und nagelfest war, lag verstreut im ganzen Schiff. Motiviert starten wir eine Aufräumaktion. Im Hafen mussten wir erst einmal Wasser tanken. Danach hieß es ein Stückchen weiter zu den Anlegestellen zu fahren. An dem Abend waren alle besonders müde, aber dennoch zufrieden. Doch unter Deck herrschte nicht so eine gute Stimmung wie üblich, eher eine gedrückte Stimmung. Auch wenn sich alle auf zu Hause freuten, wollte keiner so richtig weg von unseren gemütlichen Kojen, von den Skippern, von unserem Schiff usw. Schon am Abend hieß es: Alle Klamotten zusammensuchen und alles in die Koffer! Wir saßen noch lange in unserer gemeinsamen Küche und redeten über Gott und die Welt. Um 24 Uhr legten wir uns alle müde zu Bett. Morgens gingen wir übereifrig an die Arbeit.

Die Fahrt zurück nach Stavoren genossen wir besonderes. Zum letzten Mal hörten wir das Kommando: "Segel runterholen!" Alle guckten verträumt aufs Meer. In Stavoren schleppten wir alles von Bord zum Bus. Danach schrubbten wir das Deck. Und unsere Skipper machten sich einen Spaß daraus, uns mit dem Wasserschlauch nass zu machen. Wir schrubbten in der heißen Mittagssonne, während einer der Skipper Fischbrötchen essen ging und der andere es sich im Focksegel gemütlich machte und Zeitung las. Einige von uns von uns packten unter Deck die Lebensmittel zusammen, zogen die Betten ab, bezogen sie mit frischer Wäsche und saugten Staub. Danach liefen wir alle zusammen zum Bus, wo uns die Skipper noch verabschiedeten.

Danach fuhren wir dreieinhalb Stunden nach Alstätte zurück, wo unsere Eltern sehnsüchtig auf uns warteten.



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