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Keine Spur von Altersblässe...
Es war eine Premiere – und sie war so gut besucht, dass am Ende der Waffelteig und die selbst gebackenen Brote ausgingen. Doch der „Tag der offenen Tür“ der Anne-Frank-Realschule (AFR) bot den viele Gästen – unter ihnen viele interessierte Grundschüler und deren Eltern – viel mehr als nur kulinarische Genüsse.
Auch zahlreiche Ehemalige hatten sich eingefunden – manche mehr als 20 Jahre nach ihrer Schulentlassung in ihrer neuen Elternrolle – und freuten sich über ein Wiedersehen mit ihrer alten Schule.Mit der Veranstaltung entsprach die Schule dem vielfach von Eltern geäußerten Wunsch, die Schule neben der jährlichen Vorstellung
aller Schulen der Sekundarstufe I in der Stadthalle auch mal „von innen“ kennen zu lernen. Die große Zahl der interessierten Gäste rechtfertigt nach Ansicht von Schulleiter Rudolf Homann die Veranstaltung: „Die Anne-Frank-Realschule kann nur auf diesem Wege deutlich machen, dass sie neben den neuen Angeboten, die sich in der Schullandschaft etablieren, keinen Edelrost der Altersblässe ansetzt.“
Homann spielte damit auf neue Verbundschulangebote in Nachbarkommunen an.
So sei es für einige Besucher wichtig gewesen, zu erfahren, dass die Stadt Ahaus als Schulträger der AFR auch weiterhin die Kosten der Schülerbeförderung aus den Gemeinden Heek, Nienborg, Schöppingen, Legden und Asbeck zur Anne-Frank-Realschule übernehmen wird.
Zündende naturwissenschaftliche Experimente
Zum abwechslungsreichen Programm des Tages der offenen Tür gehörten zündende naturwissenschaftliche Experimente und Ausstellungen. Fotos und Videofilme entführten auf spannende und eindrucksvolle Ausflüge in die Natur, in die Partnerschulen in Frankreich, in den Niederlanden, in der Türkei oder in Italien.
In einem Computerraum präsentierten Schüler die Lernplattform „moodle“, im nächsten stellten Roboter rechnergesteuert unter Beweis, dass die Schüler sie mithilfe der von ihnen eingespeisten Programmieranweisungen im Griff hatten. Der Schulsanitätsdienst überzeugte mit einigen realitätsnahen Einsätzen von seiner Qualität. Trotz des etwas trüben Novemberwetters war auch der Schulgarten ein Blickfang.
Temperament und Stille
Temperamentvolle Steppshows, dynamische Einlagen von Tanzgruppen, und sportliche Aktivitäten wie Fußballtennis und kleine musikalische Events trugen zu einer beschwingten und fröhlichen Atmosphäre bei. Aber auch Stille und nachdenkliche, leise Töne fehlten nicht im Programm: In der Josefskirche ließen sich die Besucher meditativ auf die Bedeutung von Anne Frank für die Schule einstimmen. Im Stolpersteinprojekt begegneten die Besucher der Ahauser, Nienborger und Legdener jüdischen Geschichte der Nazizeit.Auch die Hausaufgabenbetreuung stellte sich mit ihrem Nachmittagsangebot vor. Der Tag der offenen Tür wirkt auch über Ahaus hinaus: Für die Aktion „Wir laufen für AFRika“, das Schul- und Brunnenbau-Vorhaben in Metarica (Mosambik) unterstützt, wurden bei den Schüleraktivitäten dieses Tages über 1000 Euro gesammelt.
Bericht Münsterland Zeitung 18.11.1009
