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Feierstunde Experimentalwettbewerb „Chemie entdecken“ an der Universität zu Köln - Anne-Frank-Realschule unter den zehn erfolgreichsten Schulen in NRW

Der Experimentalwettbewerb "Chemie entdecken" für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I in Nordrhein-Westfalen, der von einem Arbeitskreis im "Kölner Modell" an der Universität zu Köln gestaltet und ausgerichtet wird, war im Schuljahr 2008/2009 wieder sehr erfolgreich. 8.826 Jugendliche nahmen an den beiden Wettbewerbsrunden teil. Darunter allein 400 Schülerinnen und Schüler der Anne-Frank-Realschule in Ahaus.


Die Jahresabschlussfeier fand am 10. Juni 2009, im Kurt-Alder-Hörsaal der Chemischen Institute statt. Eingeladen waren die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger aus ganz Nordrhein-Westfalen mit je einer Begleitung, sowie Vertreter von Schulbehörden, der Universität zu Köln, von Verbänden, der Chemischen Industrie und den Medien. Zu den eingeladenen Schülerinnen und Schülern gehörten auch Maria Hessel (Klasse 9) und Niklas Grubbe (Klasse 10) von der Anne-Frank-Realschule (Bild). Beide hatten mit ausgezeichnetem Erfolg an dem Wettbewerb teilgenommen.

Prof. Dr. Christiane Reiners, Direktorin des Instituts für Chemie und ihre Didaktik, begrüßte die Gäste im Namen der Universität. Sie gratulierte den Schülerinnen und Schülern zu ihrem Erfolg und lobte den Wettbewerb "Chemie entdecken", der durch seine Alltagsnähe auch aus fachdidaktischer Sicht einen interessanten schülernahen Zugang zu den Naturwissenschaften schafft. Anschließend präsentierte Dr. Elke Schumacher, Leiterin des Wettbewerbs, einen Rückblick zu den beiden vergangenen Aufgaben des Schuljahres mit den neuesten statistischen Zahlen und Ausschnitten aus eingesandten Schülerarbeiten, die zum Nachdenken oder auch zum Schmunzeln anregten.

Hinter dem Titel "Mono-Poly?!" des ersten Wettbewerbs im August 2008 verbargen sich Experimente zu Kunststoffen. So mussten aus den Monomeren Zitronensäure und Glycerin große Moleküle, Polymere, hergestellt oder aus Zitronensäure, Backpulver und Zucker eine Schaumstoffmasse erzeugt werden, die das Prinzip der Schaumstoffherstellung verdeutlichte. Auch das Thema Recycling durfte nicht fehlen. Joghurtbecher wurden im Backofen geschrumpft, verschiedene Kunststoffarten mit Hilfe von Wasser oder Kochsalzlösung getrennt und Getränkeflaschen aus PET zu Fäden verarbeitet. Hinzu kamen Recherchen, z. B. wie die Massenprodukte aus Kunststoffen industriell gefertigt werden.

"Cent unter Strom" war das Thema des Frühjahrswettbewerbs 2009. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellten sich aus 5 Cent-Münzen kupferhaltige Lösungen her, mit denen sie Zink oder Eisen mit einem Kupferüberzug versahen. Sie setzten Batterien zum Verzinken und Verkupfern verschiedener Gegenstände ein und bauten sich selbst Batterien aus 5 Cent-Stücken und verzinkten Unterlegscheiben. Bei geschicktem Vorgehen ließen sich mit den so gebastelten Batterien Glückwunschkarten zum Abspielen oder Leuchtdioden zum Leuchten bringen.

Einen der Höhepunkte stellte wieder der von allen Gästen mit Spannung erwartete Experimentalvortrag "Chemie und Licht" dar, den Prof. Dr. Gerd Meyer speziell für die Preisträger zusammengestellt hatte. Prof. Meyer, Hermann Krings und Markus Larres demonstrierten und kommentierten viele eindrucksvolle Reaktionen, die teilweise mit großartigen Feuererscheinungen, sprühenden Funken, leuchtenden Farben und lautem Knall abliefen. Die Zuschauer waren alle begeistert und dankten den Referenten mit kräftigem und lang anhaltendem Beifall.

Staatssekretär Günter Winands des Ministeriums für Schule und Weiterbildung betonte in seiner Ansprache, dass "Chemie entdecken" sehr erfolgreich ist und erstaunlich hohe Teilnehmerzahlen aufweist, obwohl Chemie landesweit nicht zu den beliebtesten Fächern gehört. Das Geheimnis des Erfolgs scheint in der Themenwahl zu liegen, die immer wieder spannende Alltagsfragen aufgreift. Er beglückwünschte alle Preisträger, lobte sie für ihre engagierte Auseinandersetzung mit den aktuellen Themen und betonte die Wichtigkeit, sich möglichst früh mit den Naturwissenschaften zu befassen.

Die zehn beim Wettbewerb engagiertesten Schulen des Landes erhielten von Staatssekretär Winands Urkunden. Darunter war auch die Anne-Frank-Realschule. Stellvertretend für die Ahauser Schule nahm Chemielehrerin Frau Korte die Auszeichnung entgegen.



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