Kurz notiert



News


Mit Fantasie und Farbe ...
"Mit Fantasie und Farbe Grenzen überwinden" - so lautet ... » weiter lesen

Das große AFR-EUROPA-P ...
Unser Preisausschreiben soll dazu beitragen, Europa stä ... » weiter lesen

Termine


Nachschreibtermin ZP 1 ...
24.05.2012

Pfingstmontag
28.05.2012

Archiv

Erinnerungsarbeit geht weiter: Neue Stolperstein-AG erforscht Schicksal von vier jüdischen Familien

Schüler aus den Jahrgangsstufen 9 und 10 der Anne-Frank-Realschule Ahaus haben erneut eine Arbeitsgemeinschaft (Stolperstein-AG) gebildet, die damit begonnen hat, das Schicksal von vier jüdischen Familien aus Ahaus zu erforschen: - Familie Moses de Jong (Coesfelder Straße), - Familie Moritz Cohen (Hochstraße), - Familie Josef Cohen und - Familie Moses Gumpert (beide Wüllener Straße).


Die Spurensuche, die in Brief- oder Tagebuchform festgehalten werden soll, findet im Rahmen des in Ahaus seit Jahren laufenden Stolperstein-Projekts statt, das vom VHS-Arbeitskreis "Ahauser Geschichte 1933-45" betreut wird. Bisher sind im Pflaster von Bürgersteigen vor acht Wohnhäusern ehemaliger Ahauser Juden vom Künstler Gunter Demnig mittlerweile schon 37 kleine Gedenksteine mit den Namen und wichtigsten Daten früherer jüdischer Bürger verlegt worden.

 

In den letzten Schuljahren sind von Schülerinnen der Anne-Frank-Realschule Briefdokumentationen zu Henny de Jongs und Thea Schlössers Familie sowie ein Recherche-Tagebuch über Julia Gumperts Familie erstellt worden, die über die Schule erhältlich sind.

Die Schüler der neuen Stolperstein-AG und ihr Lehrer bitten Zeitzeugen (oder gut informierte Nachfahren), die die jüdischen Familien oder einzelne Familienmitglieder gekannt haben oder Erinnerungen, z. B. Briefe oder Fotos aus Schule, Nachbarschaft oder Vereinen, aufbewahrt haben, darum, sich zu melden.

Wer war z. B. Freundin, Klassenkameradin oder Nachbar von Marianne de Jong (Jg. 1923), Marga Cohen (Jg. 1923) oder Miriam Cohen (Jg. 1929), die alle zur Canisiusschule gingen und Ghetto- und. KZ-Haft überlebt haben? Wer hatte Kontakt zu Marga und Miriam Cohen, die 1945/46 noch ein Jahr lang in Ahaus wohnten? Wer hat noch zusammen mit Josef Cohen (Jg. 1924) und Werner Gumpert (Jg. 1925) die damalige Rektoratsschule besucht, bevor sie 1939 nach Chile flüchteten? Wer hat Kontakt zu heute noch lebenden früheren Ahausern, z. B. zu Marga Cohen in New York, zu Josef Cohen in Chile oder zu Nachkommen der Familie de Jong in Australien? Wer hat noch Erinnerungen an die "Reichskristallnacht" 1938, die Deportationen 1941/42 und andere Demütigungen der Juden im Alltag der Nazizeit? Wer kann von mutiger Hilfe Ahauser Bürger berichten?

 

Kontakt: Hermann Löhring, Vor Pastors Busch 15, 48683 Ahaus-Wüllen, Tel.

02561/8871



Zurück

AFR logo