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28.05.2012
Zieh deinen Weg!
165 Schülerinnen und Schüler der Anne-Frank-Realschule auf den Weg gebracht
Schulentlassung: Es ist offensichtlich gar nicht so einfach, die mit der Schulentlassung und dem Erwachsenwerden gewonnene Freiheit zu nutzen, ohne dass man bald von der Überholspur, auf der man sich wähnt, in chaotische Baustellen und Sackgassen des Lebens geraten kann.
„Zieh Deinen Weg! Jeder Berg lässt sich bewegen. Gib nie auf. Sei bereit fürs große Glück!“
Geknüpft an das Lied von Herbert Grönemeyer und „im Vertrauen auf die Botschaft des Mannes aus Nazareth“ stellte Diakon Josef Korthues diese Ermunterung im Entlass-Gottesdienst mit Schülern, Eltern und Lehrern in der Kirche St. Josef in den Mittelpunkt der Betrachtungen. In dem Gottesdienst, den Herr Garthaus zusammen mit den Entlassschülern in einer AG vorbereitet hatte, wurde an die Schülerinnen und Schüler appelliert: „Nicht nur Geradeausfahren bringt euch ans Ziel: Wege aus-bessern, Wege ver-bessern, Umleitungen nehmen, in Sackgassen wenden und so manches Schlagloch spüren, das gehört zum Leben!“ Der Schulchor ließ den Gottesdienst mit dem eindrucksvollen Impuls „Gehen wir“ ausklingen.
In der Feier in der Aula des AHG forderte Schulleiter Rudolf Homann die Entlassschülerinnen und -schüler auf, auf die Kraft der Poesie zu setzen, die die Schüler nicht nur lesen, sondern auch (er)leben und zu einem Instrument für sich machen sollten, mit dem sie ihre Gefühle ausdrücken, ihrem Leben Individualität verleihen und im Konzert des Lebens mitspielen könnten. Es komme darauf an, Mitspielern in ihrer Umgebung zu lauschen und sich einzustimmen, wie auf der Blues-Harp der Melodie nachzuspüren, auf Mitspieler zu hören, aber auch selbst die Melodie des Lebens vorzugeben, mal in Dur, mal in Moll, mal laut und temperamentvoll, mal piano, sehnsuchtsvoll-leise: Lieder, die wie Brücken sind.
Die stellvertretende Bürgermeisterin Mathilde Fischer beglückwünschte die Schülerinnen und Schüler zu ihrem Erfolg und ermunterte sie, sich dazu zu entscheiden, selbstbewusst in die Zukunft hinsichtlich der weiteren Laufbahn in Schule und Beruf zu sehen.
Die Grüße und die Glückwünsche der Elternschaft brachte der Schulpflegschaftsvorsitzende Franz-Josef Schücker zum Ausdruck. „Die wichtigste Institution neben der Familie ist die Schule“, zitierte er den Amerikaner Bill Gates in seiner Ansprache und wies auf die Bedeutung der Schule für die Zukunft hin.
Die Klasse 8a setzte unter Leitung ihres Deutschlehrers Helling im Theaterspiel „Himmel oder Hölle“ Entwicklungen in der Schulpolitik humorvoll-satirisch in Szene: Schüler, Lehrer und Politiker hatten sich einer kritischen Qualitätsanalyse an der Himmelspforte zu stellen.
Unter der Leitung von Werner Fischer und Christel Schmid imponierten Karen Hartmann, Marvin Bonenberg und Daniela Bröcker durch ihr Instrumentalspiel, Chor und Orchester beeindruckten durch ihre Musikbeiträge in Gottesdienst und Abschlussfeier: fast 100 Musikanten hatten die beiden Musiklehrer aufgeboten.
Die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer überreichten die Zeugnisse, dazu erhielt jeder Schüler
eine Rose. 161 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufe 10 wurden mit dem Mittleren Schulabschluss, der Fachoberschulreife, entlassen, 100 von ihnen mit der Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe.
